Medien
Dies ist ein Ausschnitt aus der Broschüre: Medien und Digitales, Elterninfo. Zur Verfügung gestellt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Medien sind allseits präsent in unserem Leben. Schon früh kommen Kinder mit Fernseher, Tablet, Smartphone, Computer und anderen digitalen Angeboten in Kontakt. Medien gehören damit ganz selbstverständlich zum Alltag und bieten viele Möglichkeiten: Sie können Wissen vermitteln, Informationen zugänglich machen, neue Formen des Lernens eröffnen und natürlich auch Spiel, Spaß und Unterhaltung bieten.
Gleichzeitig kann es hilfreich sein, Kindern einen bewussten und ausgewogenen Umgang mit Medien zu ermöglichen. Neben digitalen Angeboten brauchen Kinder ausreichend Zeit für Bewegung, Spiel, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Die Welt mit allen Sinnen zu entdecken, sich zu bewegen und mit anderen Kindern in Kontakt zu sein, sind wichtige Erfahrungen für ihre Entwicklung.
Mediennutzung in der Schule
Auch die Schule kann digitale Medien sinnvoll einsetzen, um Lernprozesse zu ergänzen und Kinder beim Erwerb von Wissen und Fähigkeiten zu unterstützen. Medien können dabei neue Formen des Lernens ermöglichen und eine wertvolle Ergänzung zum klassischen Unterricht darstellen. Wichtig ist vor allem, dass sie gezielt und passend zum jeweiligen Lernziel eingesetzt werden.
Gerade für Kinder ist es hilfreich, wenn Medienzeiten nicht dem Zufall überlassen werden. Klare und gemeinsam vereinbarte Regeln geben Orientierung und schaffen einen verlässlichen Rahmen. Festgelegte Medienzeiten können dem Tagesablauf Struktur geben und helfen, unnötige Diskussionen im Familienalltag zu vermeiden. Ebenso sinnvoll sind medienfreie Zeiten, beispielsweise während der Mahlzeiten, vor der Schule oder in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen.
Ein bewusster Umgang mit Medien kann Kindern dabei helfen, Maß und Selbstständigkeit zu entwickeln. Sie lernen, Medien gezielt einzusetzen, statt sich von ihnen dauerhaft beschäftigen oder ablenken zu lassen. Die Broschüre Medien und Digitales weist zugleich darauf hin, dass eine ausgiebige Mediennutzung mit langem Sitzen und wenig Bewegung verbunden sein kann. Auch problematische Inhalte, soziale Isolation oder eine zunehmende Abhängigkeit können Risiken darstellen.
Tablet
Tablets können den Unterricht sinnvoll ergänzen und zusätzliche Gestaltungs- und Lernmöglichkeiten bieten.
Dabei kommen verschiedene kindgerechte Anwendungen zum Einsatz: Mit ANTON können Lerninhalte in Deutsch, Mathematik und weiteren Fächern individuell geübt und vertieft werden. Antolin unterstützt die Leseförderung und motiviert die Kinder, gelesene Bücher digital zu bearbeiten und ihr Leseverständnis zu überprüfen.
Smartboard
Seit Herbst 2025 können auch wir mit einem Smartboard in der Fuchsklasse arbeiten: Es ergänzt den Unterricht durch anschauliche und interaktive Möglichkeiten und löst damit die große Kreidetafel ab. Bilder, Videos, Lernmaterialien und Aufgaben können gemeinsam betrachtet und bearbeitet werden.
Dies sind Ausschnitte aus der Broschüre: Medien und Digitales, Elterninfo. Zur Verfügung gestellt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Als Orientierung nennt die Broschüre beispielsweise für Grundschulkinder begrenzte tägliche Medienzeiten, wobei Alter und individuelle Situation berücksichtigt werden sollten. Entscheidend hierbei kann sein, gemeinsam mit dem Kind passende Regeln zu finden, die sich gut in den Familienalltag integrieren lassen.
Für Eltern kann es hilfreich sein, die Medienwelt ihrer Kinder gemeinsam zu entdecken und zu begleiten. Interesse an Lieblingsspielen oder Sendungen, gemeinsame Gespräche über digitale Inhalte und die Auswahl altersgerechter Angebote können Kindern Orientierung geben. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, gemeinsam über mögliche Risiken und einen sicheren Umgang mit persönlichen Daten zu sprechen.
Letztlich geht es weniger darum, Medien möglichst vollständig aus dem Alltag fernzuhalten, sondern darum, ein gutes Maß zu finden. Medien dürfen ihren Platz haben – genauso wie Bewegung, Spielen, Lernen, Freunde, Familie und gemeinsame Erlebnisse. Familien können dabei ihren eigenen Weg finden und Regeln entwickeln, die zum Alter des Kindes und zur jeweiligen Lebenssituation passen.
Unsere Empfehlungen
Die folgenden Empfehlungen können dabei als Anregung dienen und dabei helfen, gemeinsam mit dem Kind einen entspannten, sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu entwickeln.
- Feste Medienzeiten vereinbaren und diese möglichst konsequent einhalten.
- Morgens vor der Schule keine Bildschirmmedien.
- Beim Essen bleiben Fernseher, Tablet und Smartphone ausgeschaltet.
- Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollten Bildschirmmedien ausgeschaltet sein.
- Altersgerechte Inhalte auswählen und neue Spiele, Apps oder Internetangebote
möglichst gemeinsam kennenlernen. - Medien nicht als Dauerbeschäftigung nutzen – ausreichend Zeit für Bewegung,
Spielen, Freunde und gemeinsame Aktivitäten einplanen. - Eltern begleiten die Mediennutzung, interessieren sich für Spiele und Sendungen.
- Keine Geräte dauerhaft im Kinderzimmer, da dies die Nutzungszeit erhöhen kann.
- Gemeinsam auf Sicherheit achten: persönliche Daten, Fotos und Kontaktdaten nicht leichtfertig weitergeben.
- Regelmäßig medienfreie Zeiten oder einen medienfreien Tag einplanen.
- Ausnahmen sind möglich: Besondere Ereignisse oder gemeinsam ausgewählte Angebote können flexibel berücksichtigt werden.